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Zeitungsbericht: Deborah Fogel

Bronze bei der Weltmeisterschaft im Team, zwei Silberplätze im Weltcup und dritten Rang in der Gesamtweltcupwertung: Für Deborah Fogel vom Lindauer Kanuclub ist das Wochenende erfolgreich verlaufen. Zuvor fanden auf der Adda in Sondrio, Italien die Wildwasserweltmeisterschaften in der Abfahrt und Sprint statt. Daran anschließend fanden in Lofer (Österreich) auf der Saalach und in Wien auf der neuen Wildwasserstrecke die Weltcuprennen statt. 25 Nationen stellten sich dieser Herausforderung.

 

Deborah Fogel ist sichtlich zufrieden.Die Lindauer Rennkanutin Deborah Fogel konnte sich sowohl für die Weltmeisterschaften als auch für die Weltcuprennen qualifizieren. In diesem Jahr startete sie erstmals international für den Schweizer Kanu Verband. Fogel ist beruflich seit zwei Jahren in Luzern und trainiert dort seither mit ihren Schweizer Mannschaftskolleginnen.

Viele Trainingsläufe und anschließende Bootsreparaturen forderte die Adda den Kanuten ab. Blockstellen, wuchtige Walzen und hohe Wellen forderten höchste Konzentration. Wie befürchtet stieg bei den hoch sommerlichen Temperaturen der Wasserstand der Adda gewaltig an.

Doch letztendlich war man laut Bericht gut vorbreitet, dass Klassikrennen (Langstrecke) anzugehen. Deborah Fogel ging im Kajak Einer an den Start und erkämpfte einen nicht erwarteten vierten Platz. Knapp mit zwei Sekunden Rückstand am Siegertreppchen vorbei, war sie dennoch sehr zufrieden.

Am nächsten Tag stand der Teamwettbewerb an. Drei Boote bilden eine Mannschaft. Deborah Fogel ging mit Sabine Eichenberger und Chantal Abgottspon an den Start. Dank einer hervorragenden Teamleistung reichte es zum dritten Platz. Über diese Bronzemedaille war man hoch erfreut.

Jeder kleinste Fehler kostet Zeit

Am Sonntag fanden die Sprintwettbewerbe statt. Hier müssen zwei Qualifikationsläufe gefahren werden. Dabei zählt das schnellste Durchkommen, um ins Feld der besten zwölf Paddlerinnen zu kommen – wobei sich jeder kleinste Fehler in der Zeit bemerkbar machte, besonders auf der sehr schweren selektiven Strecke. Hier reichte es zu Platz 13.

Hoch motiviert reiste man zu den drei Weltcuprennen, zwei Klassik- und einem Sprintrennen nach Lofer. Auf der Saalach musste man sich umstellen. Sehr wenig Wasser lief auf der Strecke. Es galt, die Strecke schon genau studieren, um den schnellsten Weg zu finden. Doch dies gelang ausgezeichnet.

Im ersten Klassikrennen am Freitag gelang nun die Sensation: Deborah Fogel holte sich Silber, nur knapp geschlagen von ihrer Mannschaftskollegin Sabine Eichenberger als Siegerin und Chantal Abgottspon als Dritte. Das Siegerpodest war fest in Schweizer Hand.

Am Samstag war der erste Sprint zu Paddeln. Die Qualifikation geschafft, reicht es am Ende für Fogel zu Platz acht. Am Sonntag startete das zweite Klassikrennen. In ihrer Lieblingsdisziplin wiederholte Deborah Fogel wiederum mit Platz zwei den Erfolg vom ersten Klassikrennen. Das bedeutete viele Weltcuppunkte für die Gesamtwertung und im Zwischenstand Platz zwei.

Zum abschließenden Weltcuprennen reiste die Lindauer Rennkanutin nach Wien, um die neue Wildwasserstrecke kennen zu lernen. Es handelt sich um eine künstliche Wettkampfstrecke, vergleichbar mit dem Eiskanal in Augsburg. Für die Gesamtweltcupwertung stand das letzte Sprintrennen an. Wiederum zwei Qualifikationsrennen wurden gepaddelt, der schnellste Lauf zählte. um in das Finale zu kommen. In den Qualifikationsläufen ging alles glatt. Doch im Finallauf passierte ein Fahrfehler. Am Ende belegte Deborah Platz zwölf.

Nun begann das große Rechnen um die Gesamtwertung, ob es zu Platz zwei oder drei reichen würde. Am Ende stand der dritte Gesamtrang fest nur drei Punkte hinter Platz zwei, Fogels Teamkollegin Sabine Eichenberger gewann die Gesamtwertung. Insgesamt waren die Wettkämpfe für Lindau sehr erfolgreich – nun kann man beruhigt in die verdiente Trainingspause gehen um sich auf die Marathonrennen im Herbst vorzubereiten.

 

 

 

 

 

2019  Lindauer Kanuclub e.V. | Aeschacher Ufer 35 | 88131 Lindau