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Top-Platzierungen der Lindauer Kanuten beim internationalen Titlis River Race

Bild: Jeremias Delgado Neira am Stanser Wehr. 

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Das traditionelle Rennwochenende der Wildwasser-Abfahrt des Kanuclub Nidwalden auf der Engelberger Aar (am Vierwaldstätter See) war dieses Jahr in die Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Wassersportzentrums Nidwalden eingebettet. Aus verschiedensten Gründen musste dieses Jahr der Lindauer Kanuclub mit einem dezimierten Kader antreten.

Wegen des großen Rahmenprogramms reiste man schon am Freitag an um noch genügend Zeit für Trainingsläufe zu haben. Seit mehreren Jahren werden beim Titlis River Race auch die Schweizer Meister ausgefahren. Deshalb war die Engelberger Aar seit Donnerstag teilweise stark durch Trainingsläufe der internationalen Konkurrenz frequentiert. Diese Meisterschaften sind bekanntermaßen stark besetzt. Neben der fast vollzähligen Schweizer Nationalmannschaft fuhren Topfahrer aus Deutschland, Belgien, Holland und Australien mit.  Die Regenfälle, die auf den Gipfeln teilweise Schneefälle mit sich brachten, ließen den Pegel der Aar erheblich ansteigen. Dies war besonders tückisch, da der Fluss mit den Pegeländerungen seinen Charakter und seine Schwierigkeit ändert. Erst am Morgen des ersten Renntages wurde von der Rennleitung festgelegt welche Strecken befahren werden. Die bedeutete auch, dass die von den Lindauern in den Trainingsläufen festgelegten Linien teilweise Makulatur waren. Da die Lindauer Jugendfahrer das Glück hatten die Trainingsläufe unter Leitung des befreundeten, ehemaligen Schweizer Kaderfahrers Sylvan Wyss zu absolvieren, wurden sie mit allen notwendigen Informationen zur Aar versorgt. Die Trainingsläufe waren vielversprechend und die Motivation für die Rennen auf der Langstrecke (Classic) entsprechend hoch. Als erster Kanute ging Emmanuel Delgado Neira an den Start. Die Rennleitung überlies es den Athleten seiner Altersklasse, ob sie die verkürzte Strecke oder die reguläre Strecke fahren wollen. Die reguläre Strecke ist wegen ihrer Länge entsprechend kräftezehrend und enthält neben anderen Schlüsselstellen auch das Stanser Wehr. Dieses Wehr sorgt bei vielen Fahrern für einige Nervosität. Nach dem vielversprechenden letzten Trainingslauf hat sich Emmanuel für die reguläre Strecke entschieden. Durch den gefallenen Pegel hat sich die optimale Linie wieder verändert und Emmanuel tat sich an dieser Schlüsselstellen entsprechend schwer. Wegen des enormen Kampfgeistes den er noch im unteren Teil bewies fuhr Emmanuel Delgado Neira auf einen beachtenswerten 4. Rang. Als zweiter ging Jeremias Delgado Neira im extrem stark besetzten Feld der Jugendfahrer an den Start. Als leidenschaftlicher Classicfahrer war er hochmotiviert. Sein Lauf war sehr zufriedenstellend und seine Platzierung mit dem 5. Rang, hinter dem Schweizer Meister, dem deutschen Meister und den beiden Nidwalder Lokalmatadoren sehr beachtenswert. Als letztes ging die jüngste Teilnehmerin ins Rennen. Emilia Schweinberger war am Samstag die einzige Schülerin ihrer Altersklasse und bekam dafür einen Sonderpreis. Die Rennleitung, Trainer und Betreuer gratulierten Emilia für ihren Mut und ihr Können auf diesem für ihr Alter sehr schweren Fluss. Holger Fogel, der Trainer der Lindauer war mit den Leistungen seiner Fahrer(innen) am Samstag sehr zufrieden und blickte zuversichtlich auf den Sonntag an dem die Sprintrennen stattfinden sollten.

Auch am Sonntag eröffnete Emmanuel Delgado Neira für den LKC und begann die Sprintrennen mit zwei guten Läufen und einem tollen 5. Rang. Alles in allem war es für Emmanuel ein gutes Rennwochenende. Er haderte zwar mit seinem „Patzer" am Wehr, zog aber letztendlich ein positives Resümee aus seinen Starts. Jeremias Delgado Neira konnte ebenfalls mit zwei sehr guten Läufen seine Leistungen des Vortags bestätigen und fuhr im Sprint ebenfalls auf den 5. Rang. Damit konnte auch er sehr zufrieden sein. Emilia durfte am Sonntag nun endlich gegen Konkurrenz starten. Durch Ihren Sonderpreis beflügelt sprintete sie auf den 1. Rang und gewann die Sprintwertung der Schülerinnen. Das ist ein toller Erfolg und lies Emilia Schweinberger mächtig strahlen. Ab jetzt hätten sich die Lindauer zufrieden zurücklehnen und das Rennwochenende beschließen können. Doch Holger Fogel zauberte noch ein kleines „Zuckerl" aus dem Hut. Er organisierte für Emmanuel und Jeremias Delgado Neira einen dritten Fahrer um am Mannschaftssprint teilnehmen zu können. Dieser Fahrer war kein geringerer als Sylvan Wyss. Dies brachte zwar mit sich dass die Renngemeinschaft bei den Herren in der Leistungsklasse mit der aktuellen Schweizer Nationalmannschaft starten musste, tat aber an dieser Stelle nichts zur Sache. Der Spaß und die Erfahrung standen im Vordergrund. Dass die Renngemeinschaft Nidwalden/Lindau dann mit einem Rückstand von lediglich 18 Sekunden auf die Nationalmannschaft, die das Rennen gewann, ins Ziel fuhr sicherte den Jungs den Respekt aller. Holger Fogel fasste das Wochenende zufrieden zusammen: „Wir haben nicht oft die Gelegenheit auf so einem schweren Fluss zu fahren. Alle Fahrer(innen) haben sich hervorragend geschlagen und hatten Spaß dabei. Das hat uns einen großen Schritt weiter gebracht."

 

2019  Lindauer Kanuclub e.V. | Aeschacher Ufer 35 | 88131 Lindau